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HORNER APOTHEKE
Horner Heerstraße 35
28359 Bremen

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ÖFFNUNGSZEITEN
Mo - Fr: 8.00 - 19.00 Uhr
Sa: 8.30 - 14.00 Uhr

Patienteninfos

24 Stunden Abholservice

Wir bieten Ihnen einen in Bremen wahrscheinlich einmaligen Service, der es Ihnen ermöglicht Ihre Bestellung auch außerhalb unserer Öffnungszeiten abzuholen.
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Gesundheitschecks

Die Horner Apotheke bietet viele kostengünstige Untersuchungen - damit Sie schnell Bescheid wissen.
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Lieferservice

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Kosmetikberatung

Ob Sonnenschutz, dermatologisch getestete Cremes oder anti-allergene Kosmetika, wir helfen Ihnen, das für Sie passende Produkt zu finden.
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Kundenkarte

Mit unserer Kundenkarte bieten wir Ihnen eine kostenlose Service-Leistung von der Sie rundum profitieren.
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MEDELA - MIETSTATION

Seit dem 01. September 2013 sind wir eine Medela - Mietstation!
Wie bisher ist der Verleih einer Milchpumpe mit ärztlicher Verordnung möglich.
Die meisten Milchpumpen von Medela basieren auf der Technologie der 2-Phase Expression, die den Saugrhythmus des Babys nachahmt und so erlaubt, in kürzerer Zeit mehr Muttermilch zu entnehmen.
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René Furterer

Über 50 Jahre Forschung und Leidenschaft für Kopfhaut und Haar.
Die Kraft der Pflanzenkombiniert mit duftenden Aromen.
Hauptwirkstoffe aus puren ätherischen Ölen und natürlichen Pflanzen-Extrakten.
Innovatives Pflegesystem für Kopfhaut und Haar.
Silikonfreie Shampoos (ausgenommen Lissea Shampoo).
40 Jahre Horner Apotheke!

 

PATIENTENINFOS

Wir haben hier für Sie Antworten auf die häufigsten Fragen bezüglich Zuzahlungen, Rabattverträgen, Importarzneimitteln und ärztlichen Verordnungen im Allgemeinen zusammengetragen.?
Zuzahlungen
Die Zuzahlungsregeln sind manchmal ziemlich verwirrend. Gerade Patienten, die eine Dauermedikation erhalten, haben es schon erfahren: Mal sind 5 € Zuzahlung fällig, mal nicht. Warum?

Die Regelung für die Zuzahlung ist eigentlich ganz einfach:
Die Zuzahlung beträgt grundsätzlich 10% des Arzneimittelpreises pro Packung, mindestens aber 5 € und höchstens 10 € pro Packung. Bei Verordnung von 2 mal 100 Tabletten sind mindestens zweimal 5,00 € Zuzahlung zu zahlen.
 
Ausnahmen:
Aber wie immer, gibt es natürlich auch zu dieser Regel Ausnahmen.
Häufig sind wir in den vergangenen Monaten überrascht gefragt worden, warum die Zuzahlung nicht mehr erhoben wird. Genauso häufig sehen wir auf uns vorgelegten Verordnungen unter dem Präparatenamen den Satz "wahrscheinlich zuzahlungsbefreit" von der Arztsoftware aufgedruckt.

Diese Zuzahlungsbefreiungen kommen durch Bestimmungen in den Gesundheitsreform-, Spar- und Wirtschftlichkeitsgesetzen der letzten Jahre (GKV AVWG und §31 SGB) zustande:
  1. Für viele Arzneimittel gibt es Festbeträge, die die Krankenkassen maximal zahlen. Bleibt der Abgabepreis auf dem Rezept 30% unter dem Festbetrag, wird das betreffende Medikament in der jeweiligen Packungsgröße automatisch zuzahlungsfrei.
  2. Seit April 2007 können die gesetzlichen Krankenkassen Rabattverträge (genaueres siehe Artikel "Rabattverträge") mit den Pharmaherstellern vereinbaren und dabei auch Zuzahlungsbefreiungen aushandeln.
Die Zuzahlungsbefreiung fällt aber automatisch weg, wenn:
  1. der Preis durch Preiserhöhung des Herstellers nicht mehr 30% unter dem Festbetrag liegt.
  2. die Festbeträge durch die Krankenkassen und Gesetzgeber im gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) so abgesenkt werden, dass die Arzneimittelpreise nicht mehr 30 % unter dem Festbetrag liegen und damit automatisch zuzahlungspflichtig werden.
Häufig finden wir auch Zusätze der verordnenden Ärzte auf den Rezepten, die auf die Zuzahlungsbefreiung hinweisen Diese Hinweise sind für die Apotheken nicht bindend. Jeweils am 15. und am 1. eines jeden Monats müssen alle Apotheken die aktuellen Preise und Rabattvertragsbedingungen in den Computern einpflegen und diese Daten sind verbindlich.

Danach MÜSSEN sich die Apotheken bei der Abrechnung gegenüber Kunden und Krankenkassen richten! Dies gilt eben auch für den Umgang mit Rabattverträgen zwischen Pharmafirmen und Krankenkassen.
Liegt der Preis eines Medikamentes ÜBER dem Festbetrag, ist zusätzlich noch eine so genannte Aufzahlung zu zahlen. Mehr darüber erfahren Sie in dem Artikel "Aufzahlungen - warum?".
Befreiung von der Zuzahlung
Wissen Sie, dass man sich von der Zuzahlung befreien lassen kann? Besonders chronisch Kranke und Pflegebedürftige sind schnell an der Grenze der zu leistenden Zuzahlungen angelangt. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind grundsätzlich von der Zuzahlung und der Praxisgebühr befreit. Bei Erwachsenen sieht das Gesetz vor, dass Zuzahlungen maximal 2% der gesamten Jahresbruttoeinnahmen des Familienhaushaltes betragen sollen. Dazu gehören u.a. Arbeitslohn, Arbeitslosengeld, Renten, Lebensunterhalt sowie sonstige Einkünfte wie z.B. Mieteinnahmen oder Zinseinnahmen. Für Familienangehörige gibt es zusätzliche Freibeträge. Übersteigen Ihre geleisteten Zuzahlungen nun diese persönliche Belastungsgrenze im Laufe des Jahres, können Sie für den Rest des Jahres von weiteren Zuzahlungen befreit werden. Unterlagen dazu erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse! Für chronisch Kranke (z.B. Diabetes, Asthma u.a.) gilt übrigens nur eine Grenze von 1% der gesamten Jahresbruttoeinnahmen. Um die Übersicht über Ihre geleisteten Zuzahlungen zu behalten, empfehlen wir Ihnen ein Kundenkonto inklusive unserer Kundenkarte an. So können wir jederzeit für Sie eine Sammelquittung aller bisher bei uns gezahlten Zuzahlung erstellen.
Aufzahlungen - Warum?
Zuzahlungen sind eigentlich nicht schwer zu verstehen. Aber manchmal gibt es auch den Fall, wo man als Patient mehr als die Zuzahlung bezahlen muss - eine Aufzahlung. Was ist das?
Der Preis eines Arzneimittels ist vom Hersteller frei festlegbar. Dieses Prinzip trägt naturgemäß nicht unbedingt dazu bei, dass Arzneimittel günstiger werden. Um dies trotzdem zu erreichen, hat sich der Gesetzgeber so genannte "Festbetragsgruppen" einfallen lassen. Pro Wirkstoff, Wirkstärke und Packungsgröße gibt es also Festbeträge, die den Höchstbetrag, den die gesetzliche Krankenkasse zahlen muss, darstellt.

Oftmals tritt das ein, was man mit dieser Regelung erreichen wollte: Die Hersteller senken die Preise Ihrer Arzneimittel auf das Festbetragsniveau oder sogar darunter. In einigen Fällen jedoch ist das aus wirtschaftlichen oder sonstigen Gründen nicht möglich. Den Betrag, um den das Arzneimittel teurer ist als der Festbetrag, muss dann der Patient selbst zahlen, auch wenn er gebührenbefreit ist!

Beispiel:
Nebilet® (Wirkstoff Nebivolol), 100 Stück
Verkaufspreis: 34,95 €
Festbetrag: 14,95 €
Differenzbetrag: 20,00 €
Die 20 € sind in diesem Fall also komplett vom Patienten zu zahlen, die Zuzahlung von 5 € kommt noch hinzu.
Mehr über Festbeträge und wer sie festlegt, können Sie hier nachlesen.
Arzneimitteltausch - Rabattverträge
Seit dem 1. April 2007 kann es sein, dass Sie nicht mehr wie gewohnt Ihr Medikament eines bestimmten Herstellers bekommen, sondern stattdessen ein wirkstoffgleiches Präparat einer anderen Firma. Wieso ist das so und was können Sie dagegen tun?

Arzneimittelversorgung per Ausschreibung
Seit dem 1. April 2007 gilt wieder einmal eine neue Gesundheitsreform (GKV-WSG). Es wurde beschlossen, dass künftig Arzneimittelhersteller mit den Krankenkassen verstärkt die Preise für Arzneimittel aushandeln. Die AOK hatte als Vorreiter für 43 Arzneistoffe den billigsten Hersteller in Form einer Ausschreibung gesucht. Nur die billigsten Hersteller erhielten den Zuschlag und dürfen den Patienten zu Lasten der Krankenkasse ausgehändigt werden. Mittlerweile gibt es jedoch eine ganze Reihe verschiedener Hersteller, die mit der AOK und anderen Krankenkassen entsprechende Verträge abgeschlossen haben

Grundsätzlich müssen wir in der Apotheke also diejenigen Hersteller auswählen, die mit Ihrer Krankenkasse einen Rabattvertrag abgeschlossen hat.
Dazu kommt noch eine Regelung, die besagt, dass wir Ihnen unter Umständen einen Reimport eines Arzneimittels geben müssten. Mehr dazu können sie im Artikel "Reimporte" lesen.

Darf mein Arzt mir mein gewohntes Medikament noch verschreiben?
Ihr Arzt ist gehalten, Ihnen nur noch die Wirkstoffe, den Gehalt, die Zubereitungsform und die Packungsgröße zu verordnen, so genannte Wirkstoffverordnungen. Verschreibt er Ihnen ein ganz bestimmtes namentliches Arzneimittel und setzt das so genannte „Aut Idem“ Kreuz (es verbietet den Austausch durch uns als Apotheke), läuft er Gefahr bei Überschreitung seines Medikamentenbudgets selbst zur Kasse gebeten zu werden.

Weshalb darf mir meine Apotheke mein gewohntes Medikament nicht mehr geben?
Ihre Krankenkasse teilt uns regelmäßig mit, wer der jeweilige Rabattparnter für bestimmt Wirkstoffe ist. Oft haben die Krankenkassen auch mit einem Hersteller über das gesamt Sortiment einen Rabattvertrag abgeschlossen.
Gibt es nun also für Ihre Krankenkasse einen entsprechenden Rabattpartner (Hersteller), MÜSSEN wir Ihnen das Medikament dieses Herstellers geben. Sollten für einen Wirkstoff mehrere Hersteller einen Rabattvertrag mit Ihrer Krankenkasse abgeschlossen haben, können Sie zwischen diesen Herstellern aussuchen.

Ich würde die Differenz gern selbst aufzahlen, wenn ich wieder mein gewohntes Medikament erhalte.
Es ist der Apotheke nicht erlaubt Ihnen diesen Wunsch zu erfüllen! Selbst wenn es erlaubt wäre, wir könnten es gar nicht, da der Preis, den Ihre Krankenkasse für das verordnete Medikament letzten Endes bezahlt, geheim bleibt und uns NICHT bekannt ist.

Kann ich nachschauen, welcher Hersteller mit meiner Krankenkasse einen Rabattvertrag abgeschlossen hat?
Ja, aber nur im Internet unter www.deutschesapothekenportal.de.
Da die Zahl der unterschiedlichen Rabattverträge und damit die Anzahl verschiedener Hersteller sich mehrfach im Monat ändert, ist die Fertigarzneimittelliste sehr lang.

Was kann ich tun, damit mein Arzneimittel nicht ausgetauscht wird?
Leider sind Ihre Möglichkeiten stark begrenzt. Die einzige Option ist, dass der Arzt ein Kreuz im "Aut-Idem" Feld setzt. Sie müssen also Ihren Arzt von der Notwendigkeit dieses Kreuzes überzeugen.
Differenzzahlungen unzulässig
Patienten, die ein Rabattarzneimittel nicht wünschen, fragen inzwischen recht häufig, ob sie in der Apotheke die Preisdifferenz zwischen ihrem "angestammten" Produkt und dem Rabattarzneimittel der Krankenkasse selbst zahlen können. Doch das ist nicht möglich und auch rechtlich nicht zulässig. Warum?

"Wie muss die Apotheke sich verhalten, wenn ein Patient statt des rabattbegünstigten Arzneimittels, zu dessen Abgabe der Apotheker verpflichtet ist, das tatsächlich verordnete Arzneimittel haben möchte, obwohl der Arzt das Aut-idem-Feld nicht angekreuzt hat?"

Die Patienten schlagen von sich aus, hin und wider auch vom Arzt darauf hingewiesen, des Öfteren vor, die Apotheke solle das tatsächlich verordnete Arzneimittel abgeben, die Differenz zu dem rabattbegünstigten Arzneimittel errechnen und dem Patienten in Rechnung stellen. Bei diesem Vorschlag gehen die Beteiligten  irrigerweise davon aus, dass der Apotheke der von den Krankenkassen bezahlte, um den Rabattbetrag gekürzte, tatsächliche Zahlpreis bekannt ist. Dies ist nicht der Fall!

Dass das so ist, ist schwer vermittelbar, weil der Apotheker ja der Krankenkasse das abgegebene Arzneimittel in Rechnung stellt. Die effektiven Kosten eines rabattbegünstigten Arzneimittels zu Lasten der Kasse sind aber tatsächlich nicht bekannt, weil die Verträge zwischen Kassen und pharmazeutischen Unternehmern geheim sind. Dementsprechend kann der von der Firma zu gewährende Rabatt nicht berechnet werden. Daher ist die Differenzzahlung nicht möglich.

Dringend abzuraten ist auch von folgender Vorgehensweise:
Das rabattbegünstigte Arzneimittel wird vom Apotheker gegenüber der Kasse berechnet, abgegeben wird jedoch das verschriebene Arzneimittel und der Patienten zahlt einen geschätzten Differenzbetrag.

Dies ist Betrug. Einerseits gegenüber der Krankenkasse, die die Kosten für das tatsächlich abgegebene, aber nicht verschriebene Arzneimittel nicht übernehmen müsste und so durch Vortäuschung falscher Tatsachen zu einer Kostenübernahme bewegt wird. Andererseits liegt auch gegenüber dem pharmazeutischen Unternehmer, dessen Arzneimittel zwar taxiert, aber nicht wirklich abgegeben wird, ein Betrug vor, weil das Produkt nicht wirklich umgesetzt wird, er aber aufgrund der Rezeptabrechnung zur Abführung eines Rabattbetrages verpflichtet wird.

Legalerweise lässt sich ein Austausch durch ein rabattbegünstigtes Arzneimittel - wenn medizinisch relevante Unterschiede im Einzelfall vorliegen - nur durch den Arzt durch Ankreuzen des "Aut-Idem" Feldes" vermeiden.

Die von Patienten, aber auch Ärzten oft gewünschte Vorgehensweise ist darüber hinaus aber auch rechtlich unzulässig. Die deutsche Gesetzgebung sieht keine Möglichkeit eines solchen Austauschs vor. Für den Patienten gibt es, wenn der Arzt nicht bereit ist, das Aut-idem-Feld anzukreuzen, nur zwei Möglichkeiten: Entweder er akzeptiert das rabattbegünstigte Arzneimittel, oder er lässt sich das tatsächlich gewünschte Arzneimittel auf Privatrezept verordnen. Dann muss er die Arzneimittelkosten vollständig tragen. Der Arzt läuft dann nicht Gefahr, dem Vorwurf einer unwirtschaftlichen Verordnung ausgesetzt zu werden und in Regress genommen zu werden.
Gültigkeitsdauer von Rezepten
Immer häufiger werden wir nach der Gültigkeitsdauer von ärztlichen Verordnungen gefragt. Hin und wieder bekommen wir auch Rezepte von den gesetzlichen Krankenkassen zurück, für die die Bezahlung verweigert wird, weil die Gültigkeit der Verordnung bei der Abgabe an unsere Kunden abgelaufen war. Wie sind also die Fristen?

Wir möchten einmal die unterschiedlichen Gültigkeitsdaten mit der folgenden Tabelle darstellen. Bitte beachten sie dabei, in welcher Krankenkasse Sie Mitglied sind. Einige Fristen gelten auch für Privatpatienten, z. B. die Abgabefristen für Betäubungsmittel.

Primärkassen
(AOK, LKK, IKK, Kn)





Belieferung der Verordnung innerhalb 1 Monats nach dem Ausstellungstag. Eine spätere Belieferung ist nur zulässig, wenn diese aus Gründen der Herstellung, Beschaffung oder Genehmigung unvermeidbar ist. Es werden keine Beanstandungen vorgenommen, wenn eine Dauerverordnung / Dauerrezept zur Abrechnung im Monat nach Ablauf der Belieferung eingereicht wird.
BKK





Belieferung der Verordnung innerhalb 1 Monats nach dem Ausstellungstag. Eine spätere Belieferung ist nur zulässig, wenn diese aus Gründen der Herstellung, Beschaffung oder Genehmigung unvermeidbar war oder der Arzt bestätigt, dass die Versorgung nach Fristüberschreitung notwendig war.
Ersatzkassen
(z.B. GEK, HZK, KEH, BEK, DAK, TK, KKH, HEK, hkk, Hamburg Münchner)
Belieferung der Verordnung innerhalb 1 Monats nach dem Ausstellungstag.
Bundeswehr



Belieferung der Verordnung innerhalb 2 Monaten nach dem Ausstellungstag. Ist auf der Verordnung eine abweichende Gültigkeitsdauer angegeben, ist diese maßgeblich.
Bundespolizei



Belieferung der Verordnung innerhalb 2 Monaten nach dem Ausstellungstag. Ist auf der Verordnung eine abweichende Gültigkeitsdauer angegeben, ist diese maßgeblich.
Ziviler Ersatzdienst

Belieferung innerhalb von 3 Monaten, sofern der Arzt keine andere Anordnung trifft.
Berufsgenossenschaften


Belieferung der Verordnung innerhalb 1 Monats nach dem Ausstellungstag. Ist auf der Verordnung eine abweichende Gültigkeitsdauer angegeben, ist diese maßgeblich.
Postbeamtenkrankenkasse
Belieferung innerhalb von 3 Monaten, sofern der Arzt keine andere Anordnung trifft.
Sozialhilfeempfänger
Belieferung innerhalb von 3 Monaten, sofern der Arzt keine andere Anordnung trifft.
Betäubungsmittel-Rezepte
(gelbe Rezepte)
Belieferung der Verordnung innerhalb von 7 Tagen nach Ausstellung.
Privatrezepte
Belieferung innerhalb von 3 Monaten, sofern der Arzt keine andere Anordnung trifft.

Importarzneimittel
Vielleicht haben Sie schon einmal ein Medikament bekommen, welches ein so genanntes Importarzneimittel war. Ein bisschen anders sah es aus, aber doch irgendwie sehr ähnlich. Was hat es damit auf sich?

Im Ausland sind Medikamente in der Regel günstiger als in Deutschland. Darum gibt es Firmen, die sich darauf spezialisiert haben z.B. in Spanien große Mengen des Arzneimittels XYZ zu kaufen, sie nach Deutschland zu bringen und hier wieder zu verkaufen - und zwar zu einem günstigeren Preis als das Arzneimittel XYZ normalerweise in Deutschland kostet.

Wurde das Arzneimittel ursprünglich in Deutschland für den ausländischen Markt hergestellt, dorthin geliefert und anschließen wieder zurück nach Deutschland importiert, spricht man von einem Reimport.

Wurde das Arzneimittel im Ausland für den ausländischen Markt hergestellt und dann nach Deutschland importiert, ist die Rede von Parallelimporten.

In beiden Fällen handelt es sich rechtlich und technisch um ein und dasselbe Arzneimittel, denn es stammt ursprünglich von ein und demselben Hersteller. Unterschiedlich können jedoch die Verpackungen sein, denn die sind für jedes Land anders gestaltet. Damit die Importfirma die importierten Arzneimittel in Deutschland verkaufen darf, muss Sie für einen deutschen Beipackzettel und eine deutsch beschriftete Verpackung sorgen. Manchmal geschieht dies durch Aufkleber, manchmal durch eine komplett neue Verpackung.

Da die Krankenkassen durch den Gebrauch von Importarzneimitteln viel Geld spart, sind wir als Apotheke gesetzlich dazu verpflichtet, solche Importe abzugeben. Tun wir dies nicht, entsteht uns wiederum ein finanzieller Schaden.

Wenn Sie eine Verordnung bekommen, können Sie nicht immer erkennen, ob ein Importarzneimittel verordnet ist, oder nicht. Denn der Name des Arzneimittels bleibt in den allermeisten Fällen erhalten. Ein Hinweis auf ein Importarzneimittel kann der Name des Importeurs geben. Einige bekannte lauten: Emra, Eurim, Kohl, ACA-Müller, CC-Pharma, Westen, Gerke u.a.

Leider sind solche Importarzneimittel aber nicht immer verfügbar. Die Originalhersteller haben verständlicher Weise kein Interesse daran, statt der teuren deutschen Ware z.B. nur noch die günstigere spanische Ware zu verkaufen. Darum versuchen Sie das Aufkaufen der Ware im Ausland durch oben genannte Importeure zu verhindern, was zu Knappheit der Importarzneimittel in Deutschland führt.

Für Sie hat das manchmal leider eine etwas längere Wartezeit zur Folge, obwohl wir versuchen möglichst schnell in Erfahrung zu bringen, ob das von Ihnen benötige Importarzneimittel gerade lieferbar ist oder nicht.
Zusammengefasst, kann man sagen: Ein Importarzneimittel ist...
  • ... immer in Deutschland zugelassen. Das heißt, es unterliegt denselben Kontrollen wie jedes Original-Arzneimittel auch.
  • ... entweder im Ausland hergestellt und nach Deutschland importiert worden oder in Deutschland für die Verwendung im Ausland hergestellt und dann aus dem Ausland wieder zurückgeführt worden.
  • ... durch uns manchmal schwerer zu beschaffen. Deshalb kann es vorkommen, dass Ihr Medikament nicht sofort lieferbar ist.
  • ... in vielen Fällen preiswerter als das deutsche Original-Arzneimittel. Dafür sorgen u.a. die unterschiedlichen europäischen Gesundheitssysteme und Steuergesetze.
  • ... häufig anders verpackt als das Originalpräparat. Auch kann Form und Farbe, selten sogar der Name vom deutschen Original abweichen.
  • ... immer mit einem Beipackzettel in deutscher Sprache versehen.
Aus vielen Gründen würden wir Ihnen im Falle des Falles gerne das Original-Arzneimittel abgeben - aber wir dürfen es nicht immer. Ihre Krankenversicherung und geltende Gesetze räumen Ihnen als gesetzlich versichertem Patienten darüber hinaus keine Möglichkeit ein, durch Sonderzahlungen o.ä. diese Vorschrift zu umgehen.
Gerne beantworten wir Ihnen jedoch weitere Fragen!
Was steht auf dem Rezept?
Haben Sie sich schon einmal gefragt, was genau alles auf einem Rezeptformular drauf steht? Wir zeigen es Ihnen.

Grundsätzlich unterscheidet man drei verschiedene Arten von Rezepten: Kassenrezepte (rosa) für Versicherte in der gesetzlichen Krankenkasse, Privatrezepte (blau) für Versicherte in der privaten Krankenkasse und "Grüne Rezepte", die eine Empfehlung des Arztes zur Anwendung eines Arzneimittel darstellen.

Das Kassenrezept

(siehe oben)
  1. Rezeptstatusfelder, die besondere Berechnungen zulassen oder verbieten, wenn sie angekreuzt sind, z.B. gebührenfrei - keine Zuzahlung zu zahlen (wohl aber Festbetragsaufzahlungen!); gebührenpflichtig - Rezeptanteil zu zahlen und auch Festbetragsaufzahlung); noctu - wenn angekreuzt, übernimmt die Krankenkasse den Nachtdienstzuschlag der Apotheke; sonstige - ohne besondere Bedeutung; Unfall - ja/nein; Arbeitsunfall - ja/nein
  2. Zeile und ggf. Felder für den Namen der Krankenkasse
  3. Anschrift des Patienten mit Geburtsdatum
  4. eindeutige Nummer der Krankenkasse
  5. Versichertennummer, jeder Versicherte hat so eine eindeutige Nummer
  6. Status (Zahlencode für Rentner, Kind, usw.), ist für die Abrechnung von Bedeutung
  7. Vertragsarztnummer (Arztnummer), jeder niedergelassen Arzt hat so eine eindeutige Nummer wenn er gesetzlich Krankenversicherte Patienten behandelt
  8. Datum, bis zu dem die Versichertenkarten noch gültig ist
  9. Ausstellungsdatum der Verordnung. Dieses Datum darf bei Einreichung (Vorlage in der Apotheke) nicht älter als 4 Wochen sein, sonst ist es ungültig!
  10. Aut Idem Kästchen: Wenn angekreuzt, darf die abgebende Apotheke kein Präparat eines anderen Herstellers mit gleichem Wirkstoff, Wirkstoffgehalt und Zubereitung abgeben. Es muss also genau das abgegeben werden, was der Arzt verordnet hat.
  11. Feld für Verordnungen, pro Rezept sind maximal 3 Verordnungen erlaubt
  12. Platz für den Arztnamen: Hier müssen die Anschrift MIT Telefonnummer, die Arztnummer auf der Codierleiste in scanbarer Schrift UND die Unterschrift des Arztes zu finden sein! Ohne diese Angaben ist das Rezept nicht gültig. 
  13. Besondere Verordnungen: Die Felder mit den Ziffern 6 bis 9 dienen zum Kennzeichnen von besonderen Verordnungen, wie z.B.
    - alle zuzahlungsfrei (BVG = Bundesversorgungsgesetz)
    - Hilfsmittel (z.B. Windeln f. Inkontinenz oder Gehhilfen usw.)
    - Impfstoffe bei behördlich genehmigten Vorsorgeimpfungen (lt. Stiko)
    - Sprechstundenbedarf
  14. Apothekennummer: eindeutiges Kennzeichen der abgebenden Apotheke, wird bei Abgabe der Medikamente aufgedruckt. 
  15. Felder zum Bedrucken: die abgebende Apotheke druckt hier die Pharmazentralnummern, die Zuzahlung und den Krankenkassenpreis auf das Rezept (in scanbarer Schrift (nach Vorschrift), damit die Rezepte maschinell ausgewertet werden können!)
Das Kassenrezept verbleibt nach der Belieferung des Patienten bei uns damit wir mit der Krankenkasse abrechnen können.
 
Auf der Rückseite ist Platz für Empfangsbestätigungen. Dies ist bei manchen Krankenkassen nötig, wenn der Patient bestimmt Hilfsmittel erhält.
Ganz unten findet sich ein Hinweis, dass ggf. 2,50 € Nachtgebühr zu zahlen ist, wenn der Notdienst außerhalb der Ladenschlusszeiten in Anspruch genommen wird. Dies ist nicht der Fall, wenn das Rezept vom gleichen Tag ist und der Arzt das Feld "noctu" auf der Vorderseite ankreuzt.

Das Privatrezept
Ein Privatrezept ist ähnlich aufgebaut wie das Kassenrezept. Es fehlen lediglich die Felder auf der linken Seite für den Status der Gebührenpflicht.
Wir drucken ebenso die Einzelpreise und Pharmazentralnummern der abgegebenen Arzneimittel sowie das Datum oben rechts in die entsprechenden Felder.
Privatrezepte müssen immer komplett selbst vom Patienten bezahlt werden, er rechnet später mit seiner privaten Krankenkasse selbst ab. Daher nimmt der Patient sein bedrucktes Rezept auch wieder mit nach Hause.
Auf Wunsch fertigen wir Ihnen auch eine Kopie des bedruckten Rezeptes an.

Das Grüne Rezept
Das grüne Rezept entspricht vom Aufbau exakt dem Privatrezept. Es dient dem Arzt für die Empfehlung von nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln.
Wie beim Privatrezept muss der Patient die Kosten in voller Höhe selbst übernehmen, eine Abrechnung mit privaten Krankenkassen ist nicht möglich.
Wir drucken Ihnen Preise, Pharmazentralnummern sowie das Datum auf Ihr grünes Rezept, welches Sie dann wieder mitnehmen können.